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Kakteen und Sukkulenten

Inhalt:

Vorbemerkung

Allgemeines zu Kakteen und Sukkulenten
  Was sind Sukkulenten
  Kakteen und „andere“ Sukkulenten
  Haben Kakteen Stacheln oder Dornen
  Die Erscheinungsformen der Kakteen
  Die Erscheinungsformen der Sukkulenten
  Herkunft der Kakteen
  Herkunft der Sukkulenten
  Nomenklatur – was der Name über die Pflanze aussagt
   
Die Pflege von Kakteen und Sukkulenten
  Lichtbedürfnis von Kakteen und Sukkulenten
    Standort im Sommer
    Standort im Winter
  Wasserbedürfnis von Kakteen und Sukkulenten
    Wie soll man giessen
    Wie oft wird gegossen
  Düngen von Kakteen und Sukkulenten
    Warum sollte man düngen
    Wann und wie oft wird gedüngt
    Welcher Dünger eignet sich für Kakteen und Sukkulenten
  Umtopfen von Kakteen und Sukkulenten
    Wann und wie oft soll umgetopft werden
    Was ist beim Umtopfen zu beachten
   
Weitere Informationen
  Beratung und Soforthilfe
  Detaillierte Hinweise zu den einzelnen Kakteen und Sukkulenten



Vorbemerkung

Wie jedes andere Lebewesen haben auch Pflanzen besondere Eigenschaften, Vorlieben und Bedürfnisse. Wer dieser Tatsache Rechnung trägt, schafft gleichsam die wichtigste Grundlage für den so genannten „grünen Daumen“.
Will man sich lange Zeit am Wachsen und Werden von Pflanzen erfreuen, kommt man nicht umhin, sich mit ihren Eigenheiten intensiver auseinander zu setzen; mit ihrer Herkunft und ihren biologischen Grundlagen, mit ihren Besonderheiten und Anforderungen.

Viele wichtige Erkenntnisse gewinnt man bereits in der aufmerksamen Beobachtung. Für ein vertieftes Grundlagenwissen und spezifische Kenntnisse zu einzelnen Arten oder Pflanzenfamilien sowie zur Botanik allgemein sei auf die entsprechende Fachliteratur verwiesen. (Unter der Rubrik „Literatur“ finden Sie einige ausgewählte Bücher.)



Allgemeines zu Kakteen und Sukkulenten

Was sind Sukkulenten
Als „Sukkulenten“ werden alle diejenigen Pflanzen bezeichnet, welche die aussergewöhnliche Fähigkeit entwickelt haben, grosse Wassermengen in bestimmten Geweben in ihrem Körperinnern zu speichern. Diese Eigenschaft (die sie sich im Laufe ihrer evolutiven Entwicklung und Differenzierung gebildet hat) befähigt sie, lange Trockenperioden zu überstehen. Dadurch haben sich Sukkulenten nachgerade auf perfekteste Weise an die klimatischen Bedingungen in niederschlagsarmen oder gar ausgesprochen trockenen Gebieten optimal angepasst.
Grundsätzlich wird zwischen Wurzel, Blatt- oder Stammsukkulenz unterschieden; – je nach Organ, in dem das Wasser gespeichert wird. Die typischsten Vertreter der Stammsukkulenten sind die Kakteen.
Sukkulenten sind Pflanzen die in ihren Wurzeln, Blättern oder dem Stamm grosse Mengen Wasser speichern können, um lange Trockenperioden zu überstehen.


Kakteen und „andere“ Sukkulenten
Man spricht von Kakteen und anderen Sukkulenten. Mit den „anderen“ Sukkulenten sind all diejenigen wasserspeichernden Pflanzenarten gemeint, welche nicht der Familie der Kakteen (lateinisch: Cactaceae) angehören. Kakteen sind demzufolge auch Sukkulenten; sie bilden eine eigene Familie innerhalb der Gemeinschaft sukkulenter Pflanzen und unterscheiden sich von diesen im wesentlichen durch ihre Bedornung. (Im weiteren Text werden wir auf die Bezeichnung „andere“ verzichten. Wenn nicht speziell darauf hingewiesen wird, sind in der Bezeichnung „Sukkulenten“ die Kakteen miteingeschlossen).
Kakteen sind Sukkulenten – aber nicht alle Sukkulenten sind auch Kakteen! Sukkulenten bestehen aus etwa 600 verschiedenen Familien, dazu gehört auch die Familie der Kakteen (lateinisch: Cactaceae).


Haben Kakteen Stacheln oder Dornen
Entgegen dem gängigen Sprachgebrauch haben Kakteen – im botanischen Sinne – genau genommen Dornen, während Sukkulenten und auch Rosen(!) ihrerseits mit Stacheln besetzt sind: Unter Dornen versteht man verhärtete Gebilde, die mit dem Pflanzenkörper fest verwachsen sind. Diese Auswüchse sind durch Umwandlung aus einem Spross, Blatt oder aus einer Wurzel entstanden. Ein Dorn lässt sich nicht abbrechen, ohne dass das Pflanzengewebe verletzt wird. Stachel hingegen entspringen bloss der Epidermis, wie die oberste Hautschicht einer Pflanze genannt wird, und sind somit nicht mit dem darunter liegenden Gewebe verbunden.
Kakteen haben Dornen, während Rosen mit Stacheln besetzt sind!


Die Erscheinungsformen der Kakteen
Die Wuchsform der Kakteen ist meist kugelig oder säulenförmig, es sind aber auch hängende, ja selbst kriechende und kletternde Formen bekannt. Sehr unterschiedlich ist auch ihre Grösse; während der Goldkugelkaktus (Echinocactus grusonii) ohne weiteres einen Durchmesser von über 100 cm erreichen kann, werden die kleinsten der Kugelkakteen gerade mal 2 - 3 cm gross. Auch Säulenkakteen können ausgewachsen kleiner als einen Meter bleiben, indes manche Arten manns- oder gar haushoch wachsen. Die Grösse und das erreichbare Alter von Pflanzen hängen hauptsächlich von ihrem Erbgut ab, werden mitunter aber auch von den Umwelt- und Klimabedingungen beeinflusst.
Meist trifft man auf Kugel- oder Säulenkakteen. Ihre Grösse variiert von wenigen Zentimetern bis mehreren Metern. Das Alter einer Kaktee kann einige Jahrzehnte oder gar mehrere hundert Jahre betragen; dies hängt von der Pflanzenart ab.


Die Erscheinungsformen der Sukkulenten
Sukkulenten (ohne Cactaceae) umfassen eine Fülle unterschiedlichst gekennzeichneter Pflanzenfamilien, die sich ihrerseits wiederum in zahlreiche Unterarten mit mannigfaltigen Erscheinungsformen aufgliedern. Gemeinsam sind ihnen lediglich die verdickten, wasserspeichernden Sprossteile.
Kleinere Arten wachsen häufig busch- oder strauchartig, dabei reicht das Spektrum von knapp bodendeckend mit wenigen Zentimetern bis zu stattlichen Bäumen von beachtlicher Grösse.
Sukkulenten erscheinen in den unterschiedlichsten Grössen und Formen.


Herkunft der Kakteen
Ursprünglich waren die Kakteen ausschliesslich auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet, anderswo haben sie sich – ob gewollt oder unbeabsichtigt – nur durch menschliches Zutun ebenfalls angesiedelt. Das Verbreitungsgebiet von Kakteen reicht in etwa von 57º nördlicher Breite (Südprovinzen Kanadas) bis 50º südlicher Breite (argentinisches Patagonien). In diesem riesigen Gebiet kommen beinahe alle Klimazonen vor, wobei die meisten Kakteenarten aber in den Wüsten-, Steppen- oder Savannengebieten Amerikas wachsen. Bemerkenswerterweise sind jedoch selbst im feuchtwarmen Amazonastiefland sowie in den brasilianischen Regenwäldern einzelne Kakteengewächse zu finden. Selbst in den Anden gedeihen bestimmte Kakteenarten bis ca. 4800 m ü. M. und überstehen daselbst die regelmässigen Nachtfröste.
Kakteen waren ursprünglich nur auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet – angepflanzt und kultiviert findet man sie heute auch in anderen Teilen der Erde.


Herkunft der Sukkulenten
Während Kakteen ausschliesslich in Amerika beheimatet sind, sind alle anderen Sukkulenten in weiten Teilen der Erde verbreitet. Auch in unseren gemässigten Breitengraden kommen Sukkulenten vor (z. B. Hauswurz). Hauptsächlich aber findet man sie in niederschlagsarmen Gebieten, wo es während den vergleichsweise langen Trockenperioden tagsüber heiss und vor allem sonnig ist, nachts hingegen erheblich kühler wird.
Sukkulenten trifft man beinahe in allen Erdteilen an; von Afrika bis Grönland, hauptsächlich aber kommen sie in niederschlagsarmen Gebieten vor.


Nomenklatur – was der Name über die Pflanze aussagt
Mit der systematischen Nomenklatur, der Namengebung der Pflanzen, will man die Verwandtschaft zwischen einzelnen Pflanzen in Familien zusammennehmen, welche wiederum in verschiedene Gattungen aufgeteilt und in diverse Arten unterteilt werden. Der botanische oder wissenschaftliche Name einer Pflanze besteht aus mindestens zwei Namen; dem Gattungsnamen und dem nachfolgenden (klein geschriebenen) Artnamen. Wenn man die botanische Bezeichnung seiner Pflanzen kennt, kann man konkrete Hinweise zur Herkunft und Haltung in entsprechender Fachliteratur auffinden.

Da sich die Botaniker in Bezug der verwandtschaftlichen Zugehörigkeit einiger Kakteen (noch) nicht ganz einig sind, kann es vorkommen, dass man denselben Kaktus unter verschiedenen Namen antreffen kann.
Der Name einer Pflanze besteht aus dem Gattungs- und dem Artnamen; er gibt wichtige Hinweise über Herkunft, Haltung und Pflege.



Pflegehinweise für Kakteen und Sukkulenten

Lichtbedürfnis von Kakteen und Sukkulenten
Kakteen und Sukkulenten können nur gesund gedeihen, wenn sie genügend Tageslicht aufnehmen können (wobei einzelne Gattungen gar direkter Sonnenbestrahlung bedürfen). Kleinere Pflanzen sind an einem Platz auf der Fensterbank grundsätzlich gut aufgehoben, jedoch sollten sie nicht allzu dicht an der Fensterscheibe stehen (Hitzestau und Brennglaseffekt bei direkter Sonneneinstrahlung). Grössere Pflanzen sollten ebenfalls vor dem Fenster aufgestellt werden, so dass sie möglichst viel Tageslicht erhalten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das von den Pflanzen benötigte Lichtspektrum gegen den Innenraum hin äusserst rasch abnimmt. (Was dem menschlichen Auge noch als hell erscheint, kann für das Pflanzenauge bereits nachtschwarz sein!) Bei mangelndem Licht vermindert sich das Wachstum zusehends oder es tritt eine sogenannte Vergeilung ein (die Triebe wachsen rasch, aber abnormal dünn und bilden lange Sprossteile), was schliesslich zum Absterben der Pflanze führen kann.

Zwar benötigen Kakteen und andere Sukkulenten im allgemeinen viel Licht und manche brauchen auch volle Sonnenbestrahlung; da sich dies jedoch nicht verallgemeinern lässt, sollte man sich beim Kauf stets über die Pflegeansprüche der jeweiligen Pflanze informieren.

  Standort im Sommer
  Während den Sommermonaten stellt man Kakteen und andere Sukkulenten vor das hellste Fenster in der Wohnung, hervorragend eignet sich auch ein Standort im Freien; im Garten oder auf dem Balkon an einem sonnigen, aber windgeschützten Platz.

  Standort im Winter
  Die meisten Kakteen und anderen Sukkulenten benötigen während den Wintermonaten eine Art „Ruhepause“ (damit sie Kräfte sammeln können und sich die Blütenbildung entwickeln kann) und sind deshalb auf einen kühleren Standort von ca. 5 bis 10º C angewiesen. Ausnahmen bilden alle Arten, die in warmen Klimata heimisch sind – diesbezüglich sei auf entsprechende Fachliteratur verwiesen.

Ideale Winterstandorte sind Treppenhaus, Estrich und Keller, falls in diesen Räumen genügend Tageslicht gewährleistet ist. Sollten keine geeigneten Winterstandorte zur Verfügung stehen, kommt auch ein Fensterplatz in der Wohnung in Frage, wobei man zumindest den Heizkörper in unmittelbarer Nähe der Pflanzen herunter drehen sollte.
Im Sommer benötigen Kakteen und Sukkulenten viel Tageslicht und mögen – je nach Art – auch direkte Sonnenbestrahlung. Geeignet ist ein Platz im Freien.
Im Winter sollten Kakteen möglichst kühl (5 bis 10° C), hell und trocken gehalten werden.


Wasserbedürfnis von Kakteen und Sukkulenten
  Wie soll man giessen
  Es gibt verschiedene Methoden Pflanzen zu wässern, es gibt aber kein allgemeingültiges und einzig richtiges Rezept. Denn was für den einen gut ist, ist nicht zwangsläufig auch für den anderen richtig! Für welche Giessmethode man sich letztendlich entscheiden soll, hängt mitunter von den eigenen äusseren Umständen und Möglichkeiten und nicht zuletzt auch von den persönlichen Vorlieben ab.

Kakteen und auch manch andere sukkulenten Pflanzen sind am Wurzelhals sehr empfindlich auf Fäulnisbefall. Deshalb hat es sich bewährt, diese von unten zu wässern. Zu diesem Zweck stellt man den Topf so lange in ein mit reichlich Wasser gefülltes Becken, bis die Feuchtigkeit bis an die Erdoberfläche aufgesogen worden ist (je höher der Wasserstand im Becken, desto schneller wird die Erde feucht). Grossen und schweren Kakteen kann man mehrmals hintereinander Wasser in den Unterteller geben; so oft, bis auch die Erdoberfläche feucht geworden ist.
Wenn mit der Giesskanne von oben gegossen wird, sollte zur Verhinderung der Stammfäulnis die oberste Erdschicht durch Kieselsteine ersetzt werden. Dadurch wird ein rascheres Abfliessen des Wassers gewährleistet.

  Wie oft wird gegossen
  Grundsätzlich brauchen Kakteen und andere Sukkulenten während ihrer Vegetationszeit (welche mit wenigen Ausnahmen in den Frühling und Sommer fällt) reichlich Wasser. Während den Wintermonaten jedoch sollte das Wässern stark eingeschränkt werden; bei sukkulenten Arten die man kühl überwintert, stellt man das Giessen bis zum Frühjahr ganz ein. Pflanzen, die in warmen Räumen stehen, werden nur spärlich gegossen – eben gerade soviel, wie infolge der erhöhten Zimmertemperatur verdunstet wurde. Wichtig ist, dass die Pflanze nicht durch ein Zuviel an Wasser zum Wachstum angeregt und dadurch ihre Winterruhe gestört wird.

Zum Giessen sollte möglichst kalkarmes Wasser verwendet werden; am besten also aufgefangenes Regenwasser. Leitungswasser ist auf Dauer nicht ideal, da es (je nach Region mehr oder weniger) Kalk enthält. Die Qualität von Leitungswasser lässt sich aber verbessern, indem man es zuvor abkocht.

Wie oft und wieviel eine Pflanze gegossen werden soll, erfordert etwas Fingerspitzengefühl und einige Überlegungen über die Umgebungsbedingungen in der Wohnung, da der Wasserverbrauch der Pflanzen von verschiedenen Faktoren abhängt: je mehr Licht, je wärmer die Temperatur, je trockener die Luft, desto mehr Wasser verbraucht die Pflanze. Auch die Art und Grösse des Topfes ist von Bedeutung; im Gegensatz zu Kunststoffgefässen kann das Wasser in Tontöpfen durch die porösen Wände verdunsten.
Die Giesshäufigkeit den äusseren Bedingungen des Standorts und den Bedürfnissen der Pflanze anpassen. Während der Wachstumszeit ausreichend wässern; den Erdballen durchdringend tränken, mit dem nächsten Wässern warten bis das Substrat ausreichend angetrocknet ist. Im Winter sparsam giessen, bei kühler Überwinterung trocken halten. Kalkarmes, handwarmes Wasser verwenden!


Düngen von Kakteen und Sukkulenten
  Warum sollte man düngen
  Von Wasser alleine kann eine Pflanze auf Dauer nicht gesund und kräftig gedeihen. Zum Wachsen braucht sie Stickstoff, für den Aufbau von Blüten und Früchten Phosphor. Kalium wiederum stärkt und schützt sie gegenüber Krankheiten und festigt das Pflanzengewebe.
In der Natur werden die Pflanzen gedüngt, indem herab gefallene Pflanzenteile verrotten und unter Einwirkung von Käfern, Würmern und Mikroorganismen zu Nährstoffen aufbereitet werden. Während also die Natur für sich selbst sorgt, müssen Topfpflanzen nachgedüngt werden.

  Wann und wie oft wird gedüngt
  Gedüngt wird nur während der Wachstumsphase, der sogenannten Vegetationszeit, welche in der Regel in das Frühjahr und den Sommer fällt. Während dieser Zeit gibt man etwa alle zwei bis drei Wochen dem Giesswasser einen flüssigen Kakteendünger bei. Frisch umgetopfte Pflanzen werden einige Wochen nicht gedüngt, da in frischer Erde ausreichend Nährstoffe enthalten sind.

  Welcher Dünger eignet sich für Kakteen und Sukkulenten
  Zum Düngen sollte ausschliesslich ein spezieller Kakteendünger verwendet werden. Ein handelsüblicher Pflanzendünger eignet sich nicht für Kakteen und Sukkulenten, denn diese haben diesbezüglich spezifische Bedürfnisse. So brauchen sie etwa deutlich weniger Stickstoff als andere Pflanzen, zumal sie sehr langsam wachsen. Wird ihnen zuviel Stickstoff zugeführt, kann es zu unkontrolliertem und massigem Wachstum kommen, was ihre Widerstandsfähigkeit schwächt und sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge werden lässt.
Die Anteile der drei wichtigsten Elemente – Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K) – findet man in der Regel auf dem Etikett der Düngerflasche. Sie werden entweder in Gramm pro Liter Flüssigkeit oder in Prozenten angegeben (%N : %P : %K).
Kakteen und Sukkulenten werden optimalerweise von März bis September/Oktober mit einem eigens auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Kakteendünger versorgt!


Umtopfen von Kakteen und Sukkulenten
  Wann und wie oft soll umgetopft werden
  Kakteen und andere Sukkulenten sollten regelmässig umgetopft werden, wobei dies bei jungen Pflanzen etwa alle zwei bis drei Jahre erforderlich ist, bei älteren jedoch deutlich seltener. Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist das zeitige Frühjahr, unmittelbar nach der Winterruhe und noch vor dem Einsetzen des neuerlichen Wachstums.

  Was ist beim Umtopfen zu beachten
  Der Wurzelballen sollte beim Umtopfen möglichst trocken sein, so dass die alte, verbrauchte Erde leicht abgeschüttelt werden kann. Um den Pflanzenkörper als auch die eigenen Hände vor Verletzungen zu schützen, umwickelt man den Kaktus am besten mit einem mehrfach gefalteten Zeitungsband oder drückt zwei Styroporklötze vorsichtig gegen den Pflanzenkörper – auf diese Weise lässt sich die Pflanze leichter aus dem Topf heben und handhaben. Im Gegensatz zu anderen Pflanzenarten dürfen Kakteen und Sukkulenten nach dem Umtopfen frühestens nach ein bis zwei Wochen gegossen werden. Die Wurzeln müssen vor dem ersten Wässern hinreichend abtrocknen, andernfalls besteht Fäulnisgefahr.
Junge und schnellwüchsige Pflanzen alle zwei bis drei Jahre im März oder April in ein wenige Zentimeter grösseres Gefäss umtopfen, grosse Pflanzen alle vier bis fünf Jahre. Nur Kakteenerde aus dem Fachhandel verwenden. Nach dem Umtopfen mindestens eine Woche nicht giessen!



Weitere Informationen

Beratung und Soforthilfe
Bei Unklarheiten und Problemen mit Pflanzen stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. Am kompetentesten können wir Sie beraten, wenn Sie uns Ihren Kaktus oder Ihre Sukkulente zur Begutachtung in unser Geschäft mitbringen. Sie können uns aber auch ein Foto mit Angaben über Herkunft, Standort, Ihren Beobachtungen, getroffene Pflegemassnahmen etc. per Mail oder Post senden: Bonsai & Kakteen Shop, Albisstrasse 38, 8039 Zürich oder info@bonsai.ch.

Detaillierte Hinweise zu den einzelnen Kakteen und Sukkulenten
Bilder und detaillierte Hinweise zu den verschiedenen Kakteen und Sukkulenten, deren Herkunft und Besonderheiten finden Sie unter der Rubrik „Kakteen und Sukkulenten“.

Eine ausführliche Broschüre über die Pflege von Kakteen und Sukkulenten sowie Fachliteratur können Sie unter der Rubrik „Literatur“ bestellen.



© Renata Anselmo-Staudacher / Bonsai & Kakteen Shop Zürich